slideshow-01

Programm 2014

Jahrestagung ¬  Programm 2014

Mit freundlicher Unterstützung von

 

Logo Stiftung Mercator

Logo Stifterverband

 

Workshops

Klicken Sie zur schnelleren Navigation auf einen der Workshops:

 Workshop 1: Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) und Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) – zwei regionale Hochschulallianzen im Vergleich

 Workshop 2: Kollegiale Fallberatung

 Workshop 3: Führung mit besonderem Fokus auf Kooperationen

 Workshop 4: Organisation von Kooperationsprozessen – Die gemeinsame Entwicklung von Studiengängen

 

1) Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) und Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) – zwei regionale Hochschulallianzen im Vergleich oder „Zwischen den Stühlen ist auch noch Platz“

In den letzten Jahren haben sich vielfältige Modelle der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftseinrichtungen in einer Region entwickelt. Zum einen vernetzen sich Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Zum anderen finden sich immer häufiger benachbarte Hochschulen zu Partnerschaften zusammen. Der Workshop stellt zwei dieser Hochschulverbünde vor:

Die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) ist eine Allianz der Technischen Universität Braunschweig, der Technischen Universität Clausthal und der Leibniz Universität Hannover, die seit 2009 besteht. Gemäß dem Motto „Kooperation statt Konkurrenz“ stimmen die drei Universitäten ihre Entwicklungsplanung in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern aufeinander ab, um die vorhandenen Kräfte zu bündeln und so die Effizienz in Forschung und Lehre zu verstärken. Das Besondere an der NTH: Sie hat selbst ebenfalls Universitätsstatus, ihre drei Mitgliedsuniversitäten sind aber weiterhin eigenständig.

In der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) arbeiten die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen seit 2007 strategisch eng zusammen. Unter dem Motto "gemeinsam besser" bietet die UA Ruhr ihren Forscherinnen und Forschern vielfältige Möglichkeiten zur Kooperation und Vernetzung, während die Studierenden von dem großen Angebot an Bachelor- und Masterstudiengängen mit zahlreichen Spezialisierungsmöglichkeiten profitieren. Das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR), das 2010 von der Stiftung Mercator und der UA Ruhr gegründet wurde, unterstützt die Kooperation der drei Universitäten mit verschiedenen Förderprogrammen.

Der Workshop diskutiert die unterschiedlichen Modelle der NTH und der UA Ruhr. Gemeinsam wollen wir Vor- und Nachteile, Risiken und Chancen der beiden Ansätze herausarbeiten.   Neben den strukturellen Fragen soll auch ein Blick auf die koordinierenden Funktionen der für die Allianzen tätigen Wissenschaftsmanagerinnen und Wissenschaftsmanager geworfen werden. Was sind die zentralen Aufgaben und Anforderungen des Jobs? Wie können diese erfolgreich bewältigt werden? Wo liegen die Gestaltungsspielräume, wo die Stolperfallen? Und zuletzt: Machen diese Jobs eigentlich Spaß? Und wenn ja, warum?

Impuls & Moderation:
Dr. Dagmar Eberle, Leiterin der Geschäftsstelle Mercator Research Center Ruhr (MERCUR)
Dr. Gunter Friedrich, Leiter Abteilung Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs, Ruhr-Universität Bochum
Birga Stender, Geschäftsführerin der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH)

2) Kollegiale Fallberatung

Der von einem Mitglied des Arbeitskreises Personalentwicklung angebotene Workshop richtet sich sowohl an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die das Instrumentarium kennenlernen wollen als auch an solche, die bereits Erfahrung mit der Durchführung von Kollegialer Fallberatung haben. Es ist geplant, das Instrumentarium nach einer kurzen Einführung direkt zu erproben. Dafür brauchen wir: Fälle, die wir kollegial beraten können und Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die diese Fälle beraten möchten. Wer Lust hat, sich in einer aktuellen Frage oder in einem Anliegen beraten zu lassen, ist herzlich eingeladen, dieses Anliegen in den Workshop einzubringen. Die ideale Gruppengröße für eine Kollegiale Fallberatung sind 6-8 Personen. Wer ein Anliegen beraten lassen möchte, kann gern im Vorfeld Kontakt mit mir aufnehmen, um bestehende Fragen zu klären.

Leitung:
Dr. Agnes Derjanecz

3) Führung mit besonderem Fokus auf Kooperationen

Effiziente Führung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Teams ist ein zentraler Baustein jeder erfolgreichen Unternehmung. Der Führungsbegriff kann dabei breit gefasst werden. Neben der Anleitung eigener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird man ggf. selbst von der eigenen Führungskraft geführt. Gleichzeitig baut man Netzwerke zu Kolleginnen und Kollegen innerhalb und außerhalb der eigenen Organisation auf und möchte hier „auf Augenhöhe“ Einfluss nehmen und gestalten. In allen diesen Bereichen geht es letztlich um eine konstruktive und effiziente Kooperation, um gemeinsam gesetzte Ziele zu erreichen.

Diese erfordert einiges an Können und Motivation, um den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Ziel dieses Workshops ist es, Impulse und praktische Handlungsstrategien zu vermitteln, durch die man funktionierende Führungsbeziehungen in alle Richtungen aufbauen kann.

Impuls & Moderation:
Prof. Dr. Claudia Peus, Technische Universität München
Dr. Armin Pircher Verdorfer, Technische Universität München

4) Organisation von Kooperationsprozessen – Die gemeinsame Entwicklung von Studiengängen

Ausgehend von der Annahme, dass idealtypische, meist lineare Kooperationsmodelle (u. a. Staudt, 1992; Harland, 2002) der Dynamik von Kooperationsprozessen kaum Rechnung tragen, wurden im Rahmen einer qualitativen Interviewstudie Kooperationsprozesse im Bereich weiterbildender berufsbegleitender Studiengänge vertiefend betrachtet und analysiert. Durch die Verwendung einer systematischen und vereinheitlichenden Sprache (UML 2) konnten hierbei wiederkehrende Muster und Unterschiede in den Prozessen ausgemacht werden, die vor allem hinsichtlich des Aufbaus vom idealtypischen Modell abweichen. Diese Prozessverläufe und Muster in den Mittelpunkt stellend wird der Frage nachgegangen, wie und ob Kooperationen gestaltet werden können.

Leitfragen für die Diskussion:

Wer kann an Universitäten ein professionelles Kooperationsmangement gestalten (Kompetenzen und Ressourcen)?

Wann lohnt sich ein professionelles Kooperationsmanagement? Wie ist das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen?

Gibt es an öffentlichen Universitäten die Bereitschaft und die Notwendigkeit eine "unternehmerische Kultur" zu entwickeln? Was spricht dafür, was spricht dagegen?

Impuls & Moderation:
Dr. Marlen Arnold, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Dr. Annika Maschwitz, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg